Fakten
Gemeindestraße
B-Plan Gebiet:
Länge:
Bau/Benennung:
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Alte Möllner Straße
Die Alte Möllner Straße hat ihren Namen noch gar nicht so
lange. Bis in die 1960er hieß sie noch Möllner Straße, und über
diese Straße mit der historischen Napoleon-Brücke (1805-1808)
vorbei am alten Burgkrug (Besitzer: Fam. Hinsch) ging der gesamte
Verkehr ins Lauenburgische mit der nächst größeren Stadt Mölln.
Dazu gehörten die Milchlaster, die die Milch aus den umliegenden
Dörfern zur Meierei nach Trittau brachten, oder die Lkw, die Korn zur
Trittauer Wassermühle fuhren, die noch bis 1973 in Betrieb war. Zu
nennen ist aber auch der beginnende Ausflugsverkehr, ja selbst die
Bundeswehr, die jedoch auf ihre tonnenschweren Fahrzeuge verzichten
musste und deshalb die neue Straße (eigentlich Trittaus erste
Entlastungsstraße) dringend forderte. Alles lief über diese Straße.
Bis heute hat sie ihren alten Charakter erhalten. Kopfsteinpflaster
führt in dieses alte Trittauer Quartier. Die Napoleon-Brücke kann
heute nur noch zu Fuß überquert werden (Denkmalschutz).
Ich wohnte von 1951 bis 1956 in der Nr. 9 bei Revierförster Jeß.
Charakteristisch an diesem Haus war zu der Zeit eine Holztreppe an
der Giebelwand als separater Eingang für Flüchtlinge. Leider wurde
dieses Haus wie auch einige andere völlig umgebaut oder auch ganz
abgerissen.
Gegenüber wohnte der pensionierte Polizist Kersten. Außerdem
gab es noch die alte Schmiede, viele Jahre Kfz-Werkstatt von Otto
Looft, später Hamburger Straße, und das Milchgeschäft Wegener.
Beide Gebäude gibt es heute noch. Dann waren da noch Altstoff-Handel
Thiede (hier habe ich mir mein erstes Fahrrad zusammengebaut) und
als Besonderheit die Warmbadeanstalt von Dorothea Thiede (Duschbad
für 50 Pf., Wannenbad 1 DM). Dieses Gebäude mussten dem Bau der neuen
Möllner Straße weichen.
Autor:Gerhard Heinze



